Samstag, 31. Januar 2026

Und noch 3 eigene Limerickse auf die Schnelle, und nicht nur! (31.1.2026 weil's noch immer soooo fad is...)

Da war einst ein Junge aus Niederrhein,
Dem fiel der kürzeste Schüttelreim ein:
Wo bist,
Bovist?
Also kürzer kann so etwas wirklich nicht sein. 

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 Der Sperling draußen im Garten,
Der wollte länger nicht warten.
Er flog einfach fort
Zu anderem Ort.
Zum Glück gibt’s noch andere Arten.

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Es war um die elfte Stunde,
Da machte die Kunde die Runde:
Der Rainer hat vergessen,
Zum Frühstück was zu essen.
Bis nächtens war’s in aller Munde. 

Charlotte Cami Bo..  ©  erfand eine Ergänzung :

Da räumt' er zu der Liebsten Graus
den ganzen Kühlschrank völlig aus
und wirft sich ein
Futter und Wein
und schlürft und schleckt den schönsten Schmaus

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Und gleich noch ein paar weitere von  © Charlotte Cami Bo..:

 Geküsst von der Muse spielten zwei Musikusse
beim glücklichen Lauschen kam ich zum Schlusse,
das sind nicht nur Bekannte,
sondern Seelenverwandte,
drum klingen sie wie aus ei‘m Gusse.

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 Tischsitten:
Bei Tisch, da ziemt sich's nicht zu schmatzen
auch nicht, mit vollem Mund zu schwatzen
tät man's im Königshaus,
würd man, o Schreck, o Graus
geworfen in den Turm mit Ratzen.

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Bled aus der Wäsch, in der Fruah
schaut da 'Herr Fesch', no fost zua
vo da vurigen Nocht,
de hot er verbrocht
mit ana büllichen Hua! 

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 Die Tänzer stapfen kreuz und quer
chaotisch am Parkett umher
- da prackt’s an auf
- sein Mädel drauf
… gefährlich ist der Tanz’verkehr‘!

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Freitag, 30. Januar 2026

9 Limerickse auf die Schnelle (30.1.2026 weil's grad soooo fad is...)

Grazer Krauthäuptel – Steirergemüse
 
 
 
 
 
 
Es war einmal ein Häupelkraut,
Das war um einiges zu laut.
Den Knecht hat es geweckt!
Im Stall hat er's versteckt.
Die Hühner haben's dort zerkaut.
 
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In Grub war eine Eierspeise,
Die fühlte sich besonders weise.
Doch sie vergaß,
Als man sie ,
Und war danach besonders leise.
 
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 Es saß einst eine Meise
Ganz klammheimlich und leise
Auf einem Baum.
Man sah sie kaum.
Sie plante eine Reise.

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 Ein Blumenstrauß am Tische stand,
Er dachte nach und er befand,
Der Standort würd ihm nicht behagen.
Sein Unglück schlug ihm auf den Magen:
Wär ich doch bloß am Ostseestrand!
 
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Es saß da eine Grille

Am Rand auf meiner Brille.

Ich dacht' erst, ich lass se,

Doch eigentlich, ich hasse

Ich Zirpen in ruhiger Stille.

 

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Der Vollmond abends helle,

Ist immer dann zur Stelle,

Wenn  Venus funkelt,

Weil‘s ausreichend dunkelt.

Alle zwei meiden das Grelle.

 

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Ein Mann aus tersloh

Wurd‘ des Lebens nicht froh.

Denn alles was er wollte,

Entsprang seinem „ich sollte“.

Zufrieden kommt nicht so.

 

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Ein Mann aus Grub im Wienerwald,

Dem wird bei dem Gedanken kalt,

Den Fuß vor‘s Haus zu setzen.

Ihm dämmert mit Entsetzen:

"Mir deucht, ich werde jetzt schon alt."

….

Drum packt er seine Schuhe,

Schlüpft rein in aller Ruhe,

Packt Leinen und Hunde

Und geht eine Runde,

Und das ganz ohne Getue. 

 

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Ein Hund saß auf der Lauer,
Ein kleiner dicker schlauer.
Er wartete Stunden,
Nichts hat er gefunden.
Glaubt mir. Der war echt sauer.  
 
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Und hier noch einer, der ist von Charlotte Cami Bo...
 
Neulich traf ich auf eine Wüdsau
am Fuße der Dachstein Süd - wau!
War die mächtig groß!
stieß mich ins prächtig Moos.
- wurd's mir im Mag'n ganz wüd flau.  
 
 
 
 

Donnerstag, 20. April 2023

Limericks (4) - Aus den Kommentaren

Limmericks, die sich als Kommentar in diesem Blog eingefunden haben:

der gasmann vom rosenhügel   28. Dezember 2009 um 18:58

There was this young man from Bright´n
who said to his wife: you´ve a tight´n
God bless my soul, you´re in the wrong hole,
there´s plenty enough in the right one!

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Einst fuhr eine Frau auf die Alm
und sang dabei einen Psalm
doch plötzlich – oh Schreck
„mein Auto verreckt!“
war ihr Fahrzeug nur noch voll Qualm

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Einst lebte ne Frau bei ihrm Ex
und verwandelt ihn kurz in ein Keks
sie wunderte sich
„wie, war das ich?!
ach ja, ich bin ja ne Hex“

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Einst lebte ne Kuh in Fernost
dort gabs immer schreckliche Kost
sie dacht „ich muss weg“
und sagte ganz keck
„in ein Land mit dem Motto: trinkt Most“

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Einst kam eine Dame nach Wien
mit Regenschirm, weil die Sonne nicht schien
alle verbeugten sich
ich wunderte mich
ich Dodl, das war ja die Queen!

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Für ein hässliches Weiblein aus Brakel
war der folgende Tag ein Spektakel
eine gute Fee macht
nicht unbedingt sacht
aus ihr eine Frau ohne Makel

Sonntag, 23. Juni 2013

Zu Astrids Matura (Glückwunsch in Reimen)



Im Anfang war’s, das Wort, angeblich,
dessen Kraft nicht unerheblich.
Und doch gelang es Dir, die braven
Wortspender schlicht der Lügen strafen.

Und das kam so. Ungreifbar Ferne
schien zu Beginn, was allzugerne
als wicht’ger Schritt ins weit’re Leben
gewertet wird. Matura eben.

Lateinisch maturitas ‚ Reife.
Geneigter Hörer, please, begreife,
Astrid, das dritte Kind im Bunde,
der Nachzügler der letzten Stunde,

stand bis zum End‘ der achten Stufe
nicht wirklich in dem guten Rufe,
in schulisch wesentlichen Dingen
zu Ruhm und Ehr‘ sich aufzuschwingen.

Doch plötzlich macht‘ von Mund zu Munde
die wundersame Kunde Runde
- nein, nichts von bösen Ungeheuern,
nein - „Astrid geht zu Michelbeuern.“

Und heute, nach fünf kurzen Jahren
darf der Beobachter erfahren,
glaubt’s oder nicht: Es ist vollbracht,
die Reifeprüfung ist geschafft.

Fünf Jahre rurcheln, pauken, büffeln,
ein Wechselbad von Hochs und Rüffeln,
Der Lehrplan, staatlich vorgegeben,
so ist es halt, das Schülerleben.

Sie fällt jetzt ab, die Last, die schwere.
Gleichzeitig birgt der Punkt die Leere,
die jeder Maratoni kennt,
sobald er durch das Ziel gerennt.

Zuerst hat er sich abgehetzt,
Und plötzlich drängt „Was mach ich jetzt?“
Denn alles, was ein Ende nimmt,
ist auch ein Anfang. Ganz bestimmt.

Matura ist, wie andres auch,
verbunden mit dem guten Brauch,
dem, der zum Mittelpunkt geworden,
etwas zu wünschen. Sind es Orden?

Ist’s Gottes Segen? Glück auf Erden?
Ist’s Geldregen? Frei von Beschwerden?
Ist’s Sonnenschein? Ist’s wohlbehütet?
Dass jeder Wunsch sich Dir - erbrütet?

Denk mal kurz in der Zeit zurück.
Dein Unglück war manchmal Dein Glück.
Und ohne Regen Sonnenschein?
Sei mir nicht bös. Was soll das sein?

Denkst Du zurück, dann wird Dir klar,
nichts ist geblieben so wie’s war.
Und daraus folgt, sei unbeirrt,
nichts wird so bleiben wie es wird.

Das Leben, diese Reih’ von Tagen,
es stellt uns kuriose Fragen.
Matura ist ein Vorgeschmack
auf was das Leben bringen mag.

Gestellt auf diese harte Probe,
bestandest Du mit bestem Lobe.
Drum nimmermehr, Astrid, erbleiche,
bist Du gestellt auf eine weiche (Probe).

Ich wünsche Dir an dieser Stelle
das Wissen, dunklen folgen helle
und schweren folgen leichte Tage.
Sei‘s Dir gewiss, stell’s nicht in Frage.

Dein Weg, er wird sich winden.
Mögen sich Menschen finden,
die Dich dabei geleiten,
mit Tat und Rat begleiten.

Und denke nicht in Zeit, in trüber,
„Ach wär das alles bloß vorüber“,
denn sonst, Astrid, so ist das eben,
geht rasch vorbei Dein irdisch Leben.

Genieß‘ das Schöne sorgenfrei.
Und wenn’s mal krumm läuft, einerlei.
Finde in dem, was Dich ereilt,
das, was Dir nützt, das, was Dich heilt.

Bleib immerfort im Jetzt und Hier.
das rate und das wünsch ich Dir.
Ja. Wenn Du stehst, dann stehe,
und wenn Du gehst, dann gehe.

R@iner am 23.6.2013

Sonntag, 7. Oktober 2012

Des verhinderten Athleten Nachtgebet

O Herr, der Du mich von Geburt
nicht ausgestattet hast für Spurt,
Ich bitt - laß dich erweichen
Mir solches nachzureichen.

Du hast viel gutes mir getan,
Doch bitte schau genau mich an -
Vom Fuß bis zu den Händen
Für Sport nicht zu verwenden.

In Deiner himmlischen Fabrik
Verwendest Du wohl jedes Stück?
Zuerst machst Du die Besten,
Nur ich besteh' aus Resten.

Bin ich ansonsten auch ganz flott,
So mach ich doch, oh lieber Gott,
Gepriesen sei Dein Name,
Für Dich keine Reklame.

Gib's zu - bei diesem Plunder
Da hilft doch nur ein Wunder,
Deshalb erhöre mein Gebet,
Ich sag Dir, was ich brauchen tät:

Lieber Herrgott, schick mir Patschen,
Die für mich alleine hatschen.
Lieber Herrgott, schick mir Strümpf,
die mit mir springen eins-null-fünf.

Wenn ich mich verletz',
schick mir den Behawetz,
Sollte der net kenna,
Schick mir halt den "Flenna".

Daß keiner Dame Oberweite
Zu sünd'gem Denken mich verleite,
verschone mich vor der Begier,
Weil ich sonst Kondition verlier.

Wenn schließlich Du nebst diesen Sachen
Aus meinem Speck tätst Muskeln machen,
Dann würd' aus mir - trotz meinem Fett -
Auch noch ein fescher Triathlet.

Zuerst wenn ich zum Schwimmkampf eile,
Du vor mir die Wogen teile,
Das fällt Dir bestimmt nicht schwer,
So wie einst am Roten Meer.

Sitz ich am Rad'l dann und tritt,
Erfülle mir auch diese Bitt':
Schick aus meines Schicksals Dunkel
Mir am - Dingsda - kein Furunkel.

Auch sollt's noch möglich sein hienieden,
Laß schrumpfen meine Hämorrhoiden,
Dann, vor dem Ziel - beim Sprinten,
Ein leichter Stoß - von hinten.

Im Schlußbewerb beim Dauerlauf
Heb' dann für mich die Schwerkraft auf,
Damit sich mir beim Stampfen
Die Waden nicht verkrampfen.

Ich bin ganz sicher für mich selbst,
Wenn Du an's Reglement Dich hältst,
Wenn Du es willst, wenn Du mich läßt,
Steh' ich als Sieger am Podest.

Wär's möglich denn - Du hätt'st im Sinn,
Daß ich wieder letzter bin?
Ich dürfte nicht mehr können sollen?
Dann bitte nimm mir auch das Wollen!

Doch sieht mich dann wer ohne Kleider,
Dann werde ich ihm sagen: "Leider,"
Wenn er mich danach fragen sollt',
"Die Figur ist Gottgewollt."

Und nun, oh Herr, Dich mein erbarme,
Entlasse mich in Morpheus Arme.

Von meinem Vater Karl J. dargeboten und vorab gedichtet (und/oder zusammengetragen?) am KSV-Kurs im Bundessportheim Faak am See 1986.
Wiedergefunden beim Ausmisten am 7. Oktober 2012.

A-B-C-D-E-F....

(1) Ab Bahnhof Chur Durch Extremfahrt Falera Gefunden! Haben In Jämmerlich Kalten Laken Mehrere Nächte Ohne Profunde Quanten Ruhigen Schlafes Tüchtig Unzüchtig Verbracht, Was Xantypisches Y/ Zähneklappern (Zagen?) Auf Buckeln Credenzte. Durchbeschüttelt Entbieten Freundliche Grüße Herzlichst Innig Jellinek (Rainer) Korbl (Eva).

R@iners Grußkarte vom Winterurlaub in Falera irgendwann in den späten Neunzehnsiebzigern / frühen Neunzehnachzigern. Jedenfalls waren Jellinek Korbl damals noch nicht verheiratet.
Entdeckt am 7. Oktober 2012 beim Ausmisten.


(2) Da war auch noch eine Grußkarte aus Griechenland, irgendwann in den 1990ern.
Der Text ist leider verschollen. Schade, irgendwie. Vielleicht rekonstruierbar, mal sehen:

Astrid, Birgit, Cristof - Der Eva Freude - Gänzlich Harmonisch In Jenem Korfu (oder war's Kreta?) Leicht Müde Nur Ohne Profunde Querelen r s t u v w x y z a b c d e